«Alle Dinge sind im Herzen.»

Daigu Ryokan

 

Herzensarbeit

Ein Weg der Achtsamkeit zur Weisheit des Herzens

Jeanne Surmont
Jeanne Surmont

Gefühle gehören ins Herz. Doch genau dort sind sie oft nicht. Im Gegenteil - mein innerstes Wesen verschließt sich lieber vor all der Wut, der Angst, der Ohnmacht. Nein, das möchte ich nicht spüren, schon gar nicht den Schmerz, der so weh tut. Ich schaue lieber weg, will das alles nicht zulassen, verurteile mich sogar dafür. So verdränge ich meine Gefühle ins Unbewusste und von dort bestimmen sie meine weiteren Gedanken und Handlungen. Ich reagiere also aus der Wut heraus mit fatalen Folgen. Statt problematische Situationen endlich zu lösen, verstricke ich mich weiter und alles wird noch schlimmer. 

 

Doch was wäre, würde ich mal für einen Moment bewusst wahrnehmen, was sich da gerade an Gedanken, körperlichen Reaktionen und Emotionen zeigt? Alles dürfte einfach mal in diesem Augenblick da sein. Was wäre, wenn ich diesen Gefühlen meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und sie mit den Armen meines Herzens aufnehmen und tragen würde? Was wäre, würde ich diesem Teil, der so leidet, Mitgefühl, Verständnis entgegenbringen und nicht im Stich lassen? Oder was wäre, würde ich mir endlich mal erlauben, Glück und Freude mit allen Fasern zu fühlen?

 

Klingt doch eigentlich ganz einfach und natürlich. Ist es auch. Nur haben wir meist nicht gelernt, wie wir das mit dem Herzöffnen machen sollen. Genau darum geht es bei der Herzensarbeit: Lernen, zu fühlen und unser Herz für diese Gefühle, für uns selbst, für die Menschen in unserem Leben und für das Leben selbst zu öffnen. Das tut gut. Es befreit, es erleichtert. Es verändert unsere Haltungen, unser Verhalten und unsere Beziehungen. Krisen und Belastungen können bewältigt und neue Wege und Räume zu mehr Frieden und Lebensfreude erschlossen werden. 

 

Das wünsche ich Ihnen und freue mich, wenn sie mit mir Kontakt aufnehmen.

 

Von Herzen,

Jeanne Surmont