Umarm die Zeit

Herzensarbeit, Achtsamkeit
heART by Jeanne Surmont, Zambujeira Portugal

So las ich all die großen Worte,

jener von dieser seltnen Sorte,

die oft dem Licht den Schatten nehmen,

was so mancher auch gern nennt sein Leben.

 

Für wahr, mag der Teufel existieren,

gar engelsgleich tut er regieren,

da hilft auch eine Kirche nicht,

das Gute all zu oft für's Böse wich.

 

Ein jeder von uns hat die Wahl

sich stets zu entscheiden

zwischen Freud' und Qual,

für Dunkelheit oder für's Licht,

doch manch einer mag es eben nicht!

Statt auszusuchen und zu wählen-

tut er sich gar lieber quälen.

 

Wie im Himmel, so auch auf Erden

das, was man ist hier wirklich werden -

so könnt' es für uns alle sein

reich an Liebe und All-Ein!

 

So viele Rätsel sind uns gegeben

für das Lösen des Geheimnis Leben.

Und wer suchet, wird nie finden,

wird am Ende gar bald verschwinden

vom Boden der erteilten Zeit.

 

Und ich frag Dich, ja, - was bleibt?

Nur ein Grabstein und in ihm der Satz

"Das Beste war, er machte Platz"

 

Glück ist, wenn die Zeit Dich liebt.

Die Liebe Deine trübe Seele siebt.

Wenn sich Spreu vom Weizen trennt.

und ein Tauber Deinen Namen kennt.

Wenn ein Blinder trotzdem sieht

und Freude wird zum Dankeslied.

 

Wenn das Schweigen für immer bricht

dann wird aus Dunklem endlich Licht!

Doch dies alles wird uns nicht geschenkt,

da etwas Großes hier das Schicksal lenkt.

 

Es ist Dir immer alles reich gegeben,

Freud' und Qual und alles Leben.

Doch musst Du stets selbst erkennen,

wenn manche die Lüge Wahrheit nennen.

 

Drum bleibe in Deinem Herzen rein.

Unterscheide den schnöden Schein vom Sein.

Vertrau' dem was Du wirklich spürst.

Fühl' ehrlich was Du zart berührst.

Glaub' nicht jedem schönem Worte.

Vor allem jemals jener Sorte,

die Dir rauben könnt' den Verstand

und Dich führt in ein fremdes Land.

 

Du kannst nur haben, was Du bist.

Weder mit Tücke noch mit List

Lässt sich Plutos Welt einverleiben.

Was irdisch ist, wird auch irdisch bleiben!

 

Wenn Du heimkehren willst ins Licht,

Ist es Deine Wahl und auch die Pflicht

Das Leben eben so zu leben,

das anderen dadurch auch wird gegeben.

 

Und all' das Glück und Freud' dafür

öffnet Dir gleich jene Tür,

die Dir erschien so lang verschlossen,

dass Du ganz und gar verdrossen,

meintest alle Müh' hat' sich nicht gelohnt,

da der Teufel hier auf ewig wohnt.

 

Der Teufel, so magisch und so wild

ist halt nur Gottes Spiegelbild!

Willst Du wirklich endlich sehen

musst Du den Weg der Seele gehen!

 

Wähl' nicht das Gold, sondern das Brot

und helfe stets auch in größter Not,

wenn Menschen erkalten, wie Metall-

dann erinnere Dich halt manches Mal,

was Du wusstest schon als kleines Kind,

wer wirklich Gottes Engel sind!

 

Ach, gib' Dein Bestes immer her.

So wird die Liebe immer mehr.

Sei groß im Nehmen und im Geben,

auch für Dich selbst, denn es ist Dein Leben!

Sei Dir ein guter Freund und mild.

Sei achtsam mit anderen, Deinem Spiegelbild!

 

Hab' Muse und sei nicht so gehetzt.

Hab' keine Angst, dass Dich wer verletzt.

Hab' Vertrauen in den nächsten Tag,

dass Dich das Leben trägt und mag.

 

Leb' Dein Leben in Glückseligkeit!

Im Vertrauen, Freud' und sei bereit!

Für Wunder, die es wirklich gibt

Zum Beispiel, wenn Dich jemand liebt.

 

Die Liebe, die nimmst Du immer mit

Von Aug' zu Aug' , auf Schritt und Tritt

Sie ist des Lebens hellster Schein

Lädt Dich zum Tanze täglich ein

Niemals muss Du sie Dir jemals borgen

Sie ward' gestern, ist heute 

und so auch morgen.

 

Die Liebe ist die Alchemie.

Für Geld zu kriegen ist sie nie.

Nie läßt sie sich gar korrumpieren.

Viel schneller läßt sie sich verlieren

 

Drum nimm sie nie als von Gott gegeben

und ehre sie Dein ganzes Leben.

Atme sie ein mit dem ersten Schrei

und gebe sie mit dem letzten frei.

 

Wenn Du dann gehst nach Gottes Plane,

ist sie schon da, die Karawane.

Und zieht mit Dir in weite Ferne

und wandelt sich in Tausend Sterne.

 

So leuchtet ihr denen die übrigblieben.

Und ein Engelskind wird sich in die Nacht verlieben.

Wenn Du also den Himmel willst erklimmen,

dann bleib' im Herzen, bleib' bei Sinnen.

 

Erstürm des Glückes Ewigkeit

Versuch' Dein Bestes und umarm' die Zeit!

 

- Rita Graciela Werner -